Das Pullman-Hotel in Köln stellt Anfang Dezember 2026 den Betrieb ein. Zahlreiche Karnevalsgesellschaften verlieren damit einen wichtigen Veranstaltungsort. Eigentümer Pandox will die Immobilie künftig anders nutzen.
Betriebsende nach fast fünf Jahrzehnten Karnevalsbindung
Das Pullman-Hotel an der Helenenstraße beendete nach knapp 50 Jahren seine Rolle als zentrale Anlaufstelle im Sitzungskarneval. Bis zu 30 Veranstaltungen pro Session fanden zuletzt in dem Haus statt. Zahlreiche Gesellschaften nutzten die Räume für Prunk- und Kostümsitzungen. Auch nach dem Umzug der Hofburg des Dreigestirns ins Dorint am Heumarkt im Jahr 2019 blieb das Pullman-Hotel ein gefragter Veranstaltungsort für karnevalistische Formate.
Nach Angaben mehrerer Karnevalsgesellschaften wurden ihnen die Schließung am 15. Januar 2026 abends per E-Mail angekündigt. Der Vertrag der Grosse Braunsfelder KG, der ursprünglich bis 2029 läuft, war beidseitig kündbar. Neben der Braunsfelder KG sind auch der Treue Husar, die Nippeser Bürgerwehr, die Schmuckstückchen, die Bürgergarde, Goldmarie, die Große Allgemeine, die Fidele Burggrafen und die Löstigen Paulaner betroffen.
Mit dem Rückzug des Pullman-Hotels verliert auch die Erftstädter Veranstaltungsfirma PA-Line einen etablierten Einsatzort für technische Dienstleistungen im Sitzungskarneval. Der künftige Bedarf hängt von der neuen Nutzung der Immobilie durch Eigentümer Pandox ab.
Eigentümerwechsel und Zukunftspläne
Seit Frühjahr 2025 gehört das Objekt dem schwedischen Investor Pandox. Die Immobilie wechselte für rund 66 Millionen Euro von Art-Invest Real Estate den Besitzer. Pandox plant eine Neuausrichtung des Standorts, hat jedoch noch keine Details zur künftigen Nutzung veröffentlicht. Das Unternehmen betreibt in Köln bereits drei weitere Hotelstandorte, die nicht im Karnevalskontext genutzt werden.
Vertreter betroffener Gesellschaften zeigten sich von der kurzfristigen Information überrascht. Die Vereine stehen mit dem Hotelteam in Kontakt, um Übergangslösungen für anstehende Veranstaltungen zu erarbeiten. Der Ausfall des Standorts gilt als erheblicher Einschnitt für viele Beteiligte.











