Am 19. Januar 2026 begann die Informationsoffensive für die Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Die Kampagne findet in 17 beteiligten Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens statt. Am 19. April 2026 stimmen rund vier Millionen Bürger über die Bewerbung in Ratsbürgerentscheiden ab.
Start und Ziel der Kampagne
Die Informations- und Werbekampagne für die mögliche Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele startete am 19. Januar 2026. Nordrhein-Westfalen will gemeinsam mit 17 Kommunen, Sportverbänden sowie Athleten möglichst viele Wähler für eine Teilnahme an den Ratsbürgerentscheiden am 19. April 2026 gewinnen. Die finale Entscheidung über eine nationale Bewerbung fällt am 26. September 2026 bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB.
Die Ratsbürgerentscheide finden am 19. April 2026 parallel in allen am Bewerbungsverfahren beteiligten Kommunen statt. Rund vier Millionen Einwohner sind abstimmungsberechtigt. Die Abstimmung erfolgt als Briefwahl. Teilnahmeberechtigt sind EU-Bürger ab 16 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in einer der 17 Städte wohnen. Es gilt je nach Gemeindegröße ein Abstimmungsquorum von zehn bis zwanzig Prozent. Die Entscheidung ist für die jeweiligen Kommunen bindend.
Beteiligte Kommunen und Austragungsorte
Mit der Bewerbung sind die Städte Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal beteiligt. Verschiedene Sportarten – von Fußball, Leichtathletik und Reitsport bis zu Para-Sportarten – sollen in den Städten stattfinden. Kiel und Markkleeberg übernehmen Segeln und Kanu-Slalom. Sitz des zentralen Olympic Village ist Köln.
Die Bewerbung setzt auf ein kompaktes und nachhaltiges Konzept mit 100 Prozent bestehenden oder temporären Sportstätten. 95 Prozent der Athletinnen und Athleten sollen im Olympischen und Paralympischen Dorf untergebracht werden. Geplant sind rund 14 Millionen Eintrittskarten und kurze Wege für Beteiligte und Zuschauer. Nach Angaben der Landesregierung wird keine neue permanente Sportstätte gebaut.
Unterstützerinnen und Unterstützer
Zu den offen benannten Befürwortern zählen Markus Rehm, Britta Heidemann, Isabell Werth, Christoph Kramer, Sebastian Schulte und Peer Steinbrück. Sie begleiten die Kampagne öffentlich und bringen ihre Expertise in das Bewerbungsverfahren ein. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester präsentierten Inhalte und Zielsetzung am Kampagnenstart in der Kölner Lanxess Arena. Beteiligt sind zudem der Landessportbund NRW, der Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW und zahlreiche Vereine.
Weiteres Vorgehen und Hintergrund
Erst mit einem positiven Bürgervotum in den 17 Kommunen nimmt die rheinisch-westfälische Bewerbung den Weg ins nationale Verfahren. In den vergangenen Jahren sammelte die Region branchenweite Erfahrung durch zahlreiche internationale Sportereignisse. Informationen zur geplanten Bewerbung stehen unter www.olympiabewerbung-rheinruhr.de bereit.







