Köln – Die Bundespolizei hat am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr den Sicherheitsbereich der Terminals am Flughafen Köln/Bonn vorsorglich geräumt. Nach Angaben der Bundespolizei war eine technische Funktionsstörung im Zusammenhang mit neu eingesetzter CT-Technik an der Sicherheitskontrolle Auslöser der Maßnahme. Rund 800 Fluggäste mussten den Bereich verlassen und sich einer erneuten Kontrolle unterziehen. Der Zugang zum Sicherheitsbereich wurde vorübergehend geschlossen.
Nach Mitteilung der Bundespolizei erfolgte eine Begehung und Durchsuchung sämtlicher Räumlichkeiten im Sicherheitsbereich. Gegen 9.30 Uhr sei der Bereich wieder freigegeben und der reguläre Betrieb schrittweise aufgenommen worden. Der Zugang zur Sicherheitskontrolle wurde wieder geöffnet.
Während der Maßnahme sei der Flugbetrieb nicht eingestellt worden, Landungen hätten planmäßig stattgefunden. Beim Wiederanlauf sei es jedoch zu Verzögerungen in den Abläufen, langen Warteschlangen sowie zu Verspätungen bei Abflügen gekommen. Ein Abflug sei gestrichen worden. Mitarbeitende des Flughafens und der beteiligten Behörden seien im Terminal im Einsatz gewesen und hätten Fluggäste informiert. Der Flughafen habe Wasser und Snacks verteilt. Nach Angaben des Flughafens verlief die Situation ruhig und geordnet. Im Laufe des Nachmittags hätten sich die Abläufe weitgehend normalisiert.
Nach Angaben des Flughafens arbeiteten Techniker des Betreibers und des Herstellers der CT-Technik an der Fehleranalyse. Im Rahmen der Prüfungen sei ein technischer Defekt festgestellt worden. Nach Funktionsprüfungen sowie operativen und systemseitigen Tests durch Hersteller, Flughafen, Sicherheitsdienstleister und Bundespolizei seien drei CT-Kontrollspuren zunächst wieder freigegeben und in Betrieb genommen worden. Aufgrund einer technischen Ablaufstörung an einer der drei Spuren sei der Betrieb der CT-Technik anschließend vorsorglich erneut ausgesetzt worden, um weitere Prüfungen vorzunehmen.
Der Flughafen teilte mit, dass sich die Sicherheitskontrollen seit Beginn des Jahres 2025 in organisatorischer Verantwortung der Flughafengesellschaft befänden. Die derzeit laufende Umrüstung auf CT-Technik erfolge im Rahmen umfangreicher Umbaumaßnahmen im laufenden Betrieb. Wegen der baulichen Situation stünden vorübergehend geringere operative Reserven zur Verfügung, wodurch technische Störungen schwerer zu kompensieren seien. Der Flughafen arbeite mit den beteiligten Partnern an einer zügigen Wiederinbetriebnahme der CT-Spuren.
Hintergrund der Umrüstung
Nach Angaben des Flughafens sollen die Kontrollbereiche bis Sommer 2026 umfassend modernisiert und flächendeckend mit CT-Technik ausgestattet werden. Insgesamt investiere die Flughafengesellschaft rund 25 Millionen Euro in die Neugestaltung und technische Ausstattung der Sicherheitskontrolle. Die Maßnahmen seien Teil des Programms „Next Chapter“, das weitere Umbauten im Terminalbereich vorsehe.










