Die Sessionseröffnung am Elften im Elften hat die Polizei Köln auch in diesem Jahr stark gefordert – und ist nach Einschätzung der Einsatzleitung bislang ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Rund 1000 Kräfte waren am Dienstag in der Stadt unterwegs, vor allem in der Altstadt, im Kwartier Latäng und auf den Ringen. Schon am Vormittag füllten sich die Feierbereiche, gegen halb zwölf mussten erste Sperrstellen am Heumarkt und an der Zülpicher Straße geschlossen werden.
Bis zum Abend kontrollierte die Polizei mehr als 450 Personen, sprach über 70 Platzverweise aus und nahm elf überwiegend alkoholisierte Feiernde in Gewahrsam. Außerdem wurden Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Raub, Sexualdelikten und Widerstands aufgenommen. Da der Einsatz bis in die Nacht fortgesetzt wird, steht die endgültige Bilanz noch aus.
Mehrere Einsätze und Anzeigen
Bereits am frühen Morgen fiel auf dem Bahnhofsvorplatz eine 45-jährige Frau aus Viersen auf, die in einer echten Polizeiuniform unterwegs war. Da sie nicht zum Polizeidienst gehört, wird nun wegen Amtsanmaßung gegen sie ermittelt.
Gegen 11 Uhr wurde auf der Zülpicher Straße eine 17-Jährige von einer Flasche getroffen, die von einem Balkon geworfen wurde. Sie erlitt eine Platzwunde und wurde in einer Unfallhilfestelle behandelt. Weitere Körperverletzungen registrierte die Polizei am Mittag in der Lindenstraße und an der Mozartstraße. Bei einem dieser Einsätze wurde eine Beamtin bespuckt.
Zudem stellten die Kräfte auf der Zülpicher und der Heinsbergstraße täuschend echt aussehende Anscheinswaffen sicher. Zwei Männer im Alter von 20 und 22 Jahren erwartet nun ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Festnahme am Brüsseler Platz – mehrere Trunkenheitsfahrten
Am Brüsseler Platz nahmen Polizisten einen 32-Jährigen fest, der sich vor einem Gruppenwagen der Einsatzhundertschaft entblößt hatte. In der Altstadt erlitt ein 58 Jahre alter Mann einen mutmaßlichen internistischen Notfall, stürzte und zog sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zu. Passanten leisteten Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf.
Im Straßenverkehr kontrollierte die Polizei rund 230 Fahrzeuge und E-Scooter. Dabei wurden mehr als 50 alkoholisierte Fahrerinnen und Fahrer gestoppt, 17 Blutproben angeordnet und mindestens sechs Führerscheine beschlagnahmt.
Einsatzleitung zieht positives Fazit
Einsatzleiterin Mareike de Valck zeigte sich am Abend zufrieden:
„Wo unser Eingreifen erforderlich war, haben wir schnell und gezielt reagiert. Der heutige Tag hat erneut gezeigt, dass die Zusammenarbeit aller Sicherheitsakteure funktioniert.“










