Essen. Am Abend des 8. April nahm die Bundespolizei am Essener Hauptbahnhof einen 49-jährigen Mann fest, der seinen Hund schwer misshandelte und bei der anschließenden Kontrolle erheblichen Widerstand leistete.
Beobachtung der Misshandlung und erste Maßnahmen
Gegen 19:45 Uhr fiel den Einsatzkräften die aggressive Behandlung des Hundes auf Bahnsteig 1/2 auf. Der in Hamburg wohnhafte Deutsche warf seinen Koffer die Treppen hinunter, ließ den Hund unangeleint laufen und hob das Tier an den Vorderbeinen hoch, ließ es kontrolliert fallen, schlug ihm mit der Faust in die Seite und riss ihm gewaltsam das Maul auf.
Eine sofort entsandte Streife stellte den Mann auf dem Bahnsteig und leitete eine Kontrolle ein. Der 49-Jährige reagierte hochgradig aggressiv und leistete bei der Identitätsfeststellung Widerstand.
Feststellung von Betäubungsmitteln und Waffen
Während der Kontrolle fiel aus der Geldbörse des Mannes ein Beutel mit einer geringen Menge Betäubungsmittel, vermutlich Amphetamin. Er versuchte, diesen mit Fußtritten zu entfernen. Bei der Durchsuchung wurde zudem ein griffbereites Faustmesser am Gürtel entdeckt.
Widerstand und weitere Straftaten
Der Mann stemmte sich gegen die Beamten, riss seine Arme los und leistete auch während der Mitnahme zur Dienststelle massiven Widerstand. Nach Abschluss der Maßnahmen beleidigte er die Beamten, trat gegen die Wachtür, entleerte Müll vor dem Eingangsbereich und schlug gegen ein Dienstfahrzeug.
Ein Platzverweis wurde ignoriert, weshalb die Polizei die Ingewahrsamnahme anordnete. Nach einer medizinischen Untersuchung wurde der Mann in das zentrale Polizeigewahrsam eingeliefert. Auch im Krankenhaus bedrohte er die eingesetzten Kräfte fortlaufend.
Schutz des Hundes und Ermittlungsverfahren
Der Hund wurde in Absprache mit der Stadt Essen sichergestellt und einem Tierheim übergeben. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, Waffengesetz, Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Bedrohung und Verunreinigung der Bahnanlagen ein.













