Update: 13:40 Uhr
Nach einem Vollbrand in der Erdgeschosswohnung eines Kölner Ehepaares im Stadtteil Holweide ist ein 68-jähriger Mann am frühen Donnerstagmorgen (20. November) in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Ehefrau (67) des Verstorbenen sowie 11 weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Wallensteinstraße erlitten Rauchgasvergiftungen. Eine weitere Frau zog sich bei einem Sturz mehrere Prellungen zu.
Ersten Erkenntnissen zufolge soll das Feuer gegen 5.45 Uhr in der Küche der Wohnung ausgebrochen sein. Die Flammen griffen schnell auf die weiteren Räume über. Das Mehrfamilienhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Das Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchung des Brandortes ist noch ausstehend. Die Kripo Köln hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Hinweise auf eine mutmaßlich vorsätzliche Brandstiftung liegen bislang nicht vor.
Erstmeldung: 10:38 Uhr
Bei einem Wohnungsbrand in der Wallensteinstraße in Köln-Holweide ist am frühen Dienstagmorgen eine bettlägerige Person schwer verletzt worden. Eine Nachbarin hatte gegen 05:45 Uhr Rauch aus einer Erdgeschosswohnung bemerkt und den Notruf gewähl
Feuerwehr rettet mehrere Menschen
Die Feuerwehr rückte nach dem Alarmstichwort „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ an. Beim Eintreffen fanden die Kräfte einen Küchenbrand vor, dessen Rauch sich bereits über den gesamten Treppenraum ausgebreitet hatte. Der reguläre Fluchtweg war dadurch nicht mehr nutzbar.
Die Einsatzkräfte retteten die bettlägerige Person und eine weitere Bewohnerin aus der Brandwohnung. Mehrere Menschen machten sich zudem auf rückwärtigen Balkonen bemerkbar. Insgesamt elf Personen wurden über tragbare Leitern aus dem Gebäude geführt. Eine weitere Person brachte die Feuerwehr mit einer Fluchthaube in Sicherheit.
Verletzte und Betreuung
Die bettlägerige Person aus der Erdgeschosswohnung, in der das Feuer ausbrach, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Sie wurde nach notärztlicher Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Personen erlitten mittelschwere Verletzungen. Zehn weitere Bewohner*innen hatten Verdacht auf Rauchgasvergiftungen und wurden ebenfalls in Kliniken gebracht. Ein Rettungsbus übernahm die Betreuung der Betroffenen.
Schaden und weitere Maßnahmen
Die Brandwohnung ist unbewohnbar. Durch starke Rußablagerungen kann der Treppenraum derzeit nicht genutzt werden. Das Amt für Wohnungswesen organisiert die Unterbringung der Bewohner*innen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit rund 50 Kräften vor Ort.
Die Einsatzstelle ging um 08:00 Uhr zur weiteren Ermittlung an die Polizei über.










