Köln – Ein 85 Meter langes Frachtschiff mit rund 1300 Tonnen Sand nahm am Samstag auf dem Rhein bei Köln-Westhoven im Bugbereich Wasser auf. Der Kapitän setzte das Schiff auf eine Sandbank. Die Feuerwehren Köln und Bonn sowie die DLRG waren im Einsatz.
Nach Angaben der Feuerwehr Köln meldete der Kapitän eines Frachtschiffes um 14:46 Uhr über Notruf ein Leck im Bugbereich. Das Schiff führte etwa 1300 Tonnen Sand mit sich. Um eine Blockade der Fahrrinne auf dem Rhein zu verhindern, setzte der Kapitän das 85 Meter lange Schiff auf eine linksrheinische Sandbank.
Beim Eintreffen des Rettungs- und Löschbootes der Feuerwehr Köln war der Tiefgang am Bug bereits deutlich erhöht. Nach erster Lageerkundung forderte die Einsatzleitung das Löschboot der Feuerwehr Bonn zur Unterstützung an.

Laut Feuerwehr Köln standen die Bugkajüte und angrenzende Räume etwa 2,5 Meter unter Wasser. Mit Pumpen der Löschboote aus Köln und Bonn wurde der Wasserstand stabilisiert und leicht gesenkt. Die Pumpen beider Boote förderten zeitweise zusammen über 10.000 Liter Wasser pro Minute aus dem Schiff.
Im weiteren Verlauf wurden 500 Tonnen Sand aus dem vorderen Schiffsteil über ein Baggerschiff entladen, wodurch der Bug weiter aufschwamm. Das weitere Abpumpen senkte den Wasserstand im Schiff deutlich.
Wegen des erkennbar großen Lecks war laut Feuerwehr Köln ein Abschleppen des Schiffes in einen Hafen oder eine Werft nicht ohne erhebliche Risiken möglich. Mit reduziertem Tiefgang wurde der Frachter in ganzer Länge im Flachwasser am linksrheinischen Ufer aufgrund gesetzt. Die Bergung des Schiffes soll durch Spezialfirmen in den nächsten Tagen erfolgen.
Die Feuerwehren wurden durch zwei Boote der DLRG unterstützt. Diese übernahmen laut Polizei den Transport von Personal, Verpflegung und Material zur Einsatzstelle. Die Feuerwehr Köln war mit 23, die Feuerwehr Bonn mit fünf und die DLRG mit 21 Einsatzkräften im Einsatz. Der Einsatz endete um 23:50 Uhr.







