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Köln: 50 Blindgängerfunde und 19 Evakuierungen im Jahr 2025

Die Stadt Köln hat ihre Bilanz zur Kampfmittelbeseitigung 2025 veröffentlicht – und verzeichnet einen Höchststand bei Evakuierungen.

von Alexander Franz
9. Januar 2026
in Köln
Lesezeit: 2 Min. Lesezeit
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0
Kampfmittelräumdienst mit entschärfter Bombe, Fundort Köln Klettenberg, Dezember 2025 - Foto: Alexander Franz

Kampfmittelräumdienst mit entschärfter Bombe, Fundort Köln Klettenberg, Dezember 2025 - Foto: Alexander Franz

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Köln

Im Kölner Stadtgebiet sind im Jahr 2025 insgesamt 50 Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung mussten infolge der Entschärfungen rund 69.562 Personen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Die Stadt spricht von einer besonderen Belastung für alle beteiligten Einsatzkräfte und betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner.

Größter Einsatz an der Deutzer Werft

Die größte Einzelmaßnahme des Jahres fand im Juni 2025 an der Deutzer Werft in Köln-Deutz statt. Dort wurden zwei 20-Zentner-Sprengbomben gefunden, was laut Stadt zur Evakuierung von rund 20.500 Personen führte. Es handelte sich um die bislang umfangreichste dokumentierte Evakuierungsmaßnahme in Köln.

Einen weiteren aufwendigen Einsatz verzeichnete die Stadt im Mai 2025 an der Hardefuststraße im Bereich des Sachsenrings. Dort hatte ein Baustellenfahrzeug eine Sprengbombe verschoben. Die Entschärfung musste unmittelbar eingeleitet werden und dauerte rund 16 Stunden.

Art und Herkunft der Bombenfunde

Von den 24 aufgefundenen Sprengbomben wurden 23 entschärft. Eine Bombe war nicht mehr zündfähig und konnte laut Stadtverwaltung gefahrlos abtransportiert werden. Die aufgefundenen Bomben umfassten fünf Zehn-Zentner-Bomben, 16 Fünf-Zentner-Bomben, eine Zweieinhalb-Zentner-Bombe sowie die beiden 20-Zentner-Bomben an der Deutzer Werft.

21 Funde erfolgten im Rahmen geplanter Sondierungen, drei bei Bauarbeiten. Die übrigen Bombenfunde betrafen kleinere Kampfmittel. Zusätzlich wurden 26 Brandbomben geborgen, die laut Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland (KBD) ohne weitere Maßnahmen abtransportiert werden konnten. Zudem wurden 27 weitere Kampfmittel wie Granaten und Munition sowie 16 verdächtige Objekte festgestellt, bei denen sich der Verdacht nicht bestätigte.

Statistische Auswertung der Einsätze

Die meisten Blindgängerfunde wurden laut Stadtverwaltung an Donnerstagen verzeichnet (sieben Fälle), die wenigsten an Mittwochen und Freitagen (jeweils zwei Fälle). Der Großteil der Entdeckungen erfolgte zwischen 7 und 11 Uhr.

Die Fachgruppe „Kampfmittelangelegenheiten“ der Stadt Köln bearbeitete 2025 insgesamt 3.209 Anträge auf Luftbildauswertung. Daraus gingen 1.301 konkrete Sondierungen hervor. Zusätzlich wurden 129 Ortstermine durchgeführt und 60 Baustellen hinsichtlich der Einhaltung der nordrhein-westfälischen Kampfmittelverordnung kontrolliert.

Personelle und logistische Maßnahmen

Im Verlauf des Jahres wurden 19 Evakuierungsmaßnahmen durchgeführt. Pro Einsatz waren im Durchschnitt 63 Kräfte des Kommunalen Ordnungsdienstes im Einsatz. Die Einsatzdauer variierte laut Stadt je nach Lage und Erfordernis.

Zusätzlich zu den Evakuierungen wurden 644 Krankentransporte durchgeführt. Etwa 2.580 Personen suchten Betreuungsstellen auf, darunter rund 6.300 Menschen über 75 Jahre. Die Maßnahmen wurden durch Feuerwehr, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen unterstützt. Insgesamt fielen bei den Evakuierungen rund 18.650 Arbeitsstunden an.

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Quelle: Stadt Köln
Schlagwörter: BlindgängerBombenfundeBrandbombenDeutzer WerftEvakuierungKampfmittelbeseitigungKampfmittelverdachtKatastrophenschutzKölnLuftbildauswertungOrdnungsdienstSprengbombenStadt KölnZweiter Weltkrieg
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