Serbien – Das EU-Waldbrandmodul GFFF-V DE1 aus Bonn ist am Montag gegen 16:30 Uhr in der Region Deliblato, östlich von Belgrad, eingetroffen und wurde unmittelbar in den Einsatz gegen mehrere Waldbrände eingebunden. Nach einer rund 1.500 Kilometer langen Anfahrt mit zwei Zwischenstopps, unter anderem in Regensburg und Budapest, begann die Einheit noch am Abend mit der Brandbekämpfung.
Struktur und Vorbereitung des EU-Waldbrandmoduls
Das Modul besteht aus zwei Waldbrandbekämpfungsteams, einer Logistik- und Verpflegungseinheit sowie der Modulführung. Diese Organisation ermöglicht einen durchgehenden Schichtbetrieb über mehrere Tage. Bereits auf den letzten Kilometern bis zum Einsatzort bereiteten sich die Einsatzkräfte auf den sofortigen Einsatz vor.
Einsatzverlauf und Herausforderungen vor Ort
Aufgrund der hohen Feueraktivität wurde das Modul noch am Ankunftstag eingesetzt, um die Ausbreitung eines Feuers am Boden zu verhindern. Vorher hatten Wasserabwürfe aus der Luft sowie nationale und internationale Einheiten die Feuerintensität reduziert. Der Einsatz soll bis in die frühen Morgenstunden des 25. August andauern und anschließend rund um die Uhr fortgeführt werden.
Das Gelände ist sehr anspruchsvoll und nur mit geländegängigen Löschfahrzeugen zugänglich. Teilweise müssen die Einsatzkräfte größere Strecken zu Fuß mit Löschrucksäcken, Handwerkzeugen und langen Schlauchleitungen zurücklegen.
Logistische und organisatorische Maßnahmen
Ein Vorauskommando war bereits am Sonntag eingetroffen, um in Abstimmung mit lokalen und nationalen Katastrophenschutz- und Feuerwehrvertretern Einsatzoptionen zu klären. Während die Einsatzkräfte nachts wirkungsvoll Brände bekämpften, errichteten weitere Kräfte eine Base of Operations auf einem Sportplatz. Dort wurden autarke Unterkünfte, Dusch- und Verpflegungszelte sowie die notwendige Ver- und Entsorgung innerhalb weniger Stunden aufgebaut.
Koordination und Zusammenarbeit auf EU-Ebene
Während des gesamten Einsatzes steht das deutsche Modul in engem Austausch mit Verbindungspersonen des EU-Katastrophenschutzes, um den Einsatz zielgerichtet zu steuern. Die enge Kooperation mit lokalen Partnern ist zentral für die Effektivität der Brandbekämpfung.
Der Einsatz des EU-Waldbrandmoduls in Serbien zeigt die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei der Bewältigung von Naturkatastrophen und unterstreicht die Fähigkeit deutscher Einsatzkräfte, flexibel und schnell in Europa zu unterstützen.
Weitere Informationen zu Einsätzen und Katastrophenschutz im Erftkreis finden Sie in unseren aktuellen Berichten.









