Bonn – Das deutsche EU-Waldbrandmodul GFFF-V DE1 macht sich am Samstagmorgen, 22. August, auf den Weg zu einem internationalen Einsatz in Serbien. Die Einsatzkräfte versammeln sich um 09:00 Uhr an der Feuer- und Rettungswache 1 in Bonn und fahren um 10:00 Uhr ab. Ziel ist die Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung von Waldbränden.
Zusammensetzung und Vorbereitung des Einsatzes
Zum deutschen Einsatzverband gehören Feuerwehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Ergänzt wird die Einheit durch Fachberater der Hilfsorganisation @fire, die auf Naturkatastrophen spezialisiert ist, sowie eine Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Entsendung erfolgt auf Ersuchen der serbischen Behörden über das EU-Katastrophenschutzverfahren. Nach Eingang des Hilfeersuchens am späten Freitagabend liefen die Vorbereitungen für den Einsatz sofort an. Innerhalb kurzer Zeit wurden Personal, Fahrzeuge, Material und logistische Rahmenbedingungen für die internationale Verlegung zusammengestellt.
Bisherige Einsätze und Einsatzdauer
Das seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren gemeldete Waldbrandmodul ist bereits zum sechsten Mal im Ausland im Einsatz. In diesem Jahr unterstützte die Einheit bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und Spanien sowie kürzlich im Kreis Düren. Die Ankunft der Einsatzkräfte in Serbien wird für den Montag erwartet. Die konkreten Aufgaben und der Einsatzabschnitt vor Ort werden im Verlauf der Anreise oder nach Ankunft festgelegt.
Organisation und Finanzierung des Einsatzes
Für die Bewältigung großflächiger Waldbrände stellt das Europäische Katastrophenschutzverfahren spezialisierte Waldbrandmodule bereit, die kurzfristig mobilisiert werden können. Die schnelle Reaktionszeit erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Stellen. An der Koordinierung des deutschen Moduls sind das Emergency Response Coordination Centre (ERCC) der EU, das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum (GMLZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die Innenministerien von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie die beteiligten Feuerwehren und Organisationen beteiligt. Die Einsatzkosten tragen Bund und Europäische Union gemeinsam. Die operative Koordination erfolgt durch das GMLZ des BBK in Abstimmung mit der Feuerwehr Bonn und den EU-Stellen.
Ausblick und Bedeutung für den Katastrophenschutz
Der erneute Einsatz des Waldbrandmoduls unterstreicht die Bedeutung spezialisierter Einheiten für den europäischen Katastrophenschutz. Die schnelle Mobilisierung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind entscheidend, um Waldbrände effektiv zu bekämpfen und größere Schäden zu verhindern. Die Beteiligung mehrerer Bundesländer und Hilfsorganisationen zeigt die breite Unterstützung und Vernetzung innerhalb Deutschlands.
Weiterführende Berichte zu Einsätzen des EU-Waldbrandmoduls sowie zu regionalen Katastrophenschutzmaßnahmen finden Sie regelmäßig bei Erftkreis News.








