In einem Mehrfamilienhaus im Wohnpark Bockenberg kam es am Montag zu einem Großeinsatz wegen einer unklaren Gefahrstofflage. Drei Personen erlitten Atemwegsreizungen und mussten ins Krankenhaus. Der Einsatz endete am frühen Abend, die Ursache der Reizungen blieb ungeklärt.
Am Montag hat ein Feuerwehreinsatz im Bergisch Gladbacher Stadtteil Bensberg für Aufsehen gesorgt. Einsatzkräfte wurden wegen einer unklaren Gefahrstofflage zu einem Mehrfamilienhaus im Wohnpark Bockenberg gerufen. Mehrere Anwohnerinnen und Anwohner klagten zuvor über Atemwegsreizungen. Beim Betreten des Gebäudes nahmen Feuerwehrleute eigenen Angaben zufolge einen auffälligen Geruch aus einer Wohnung wahr. Aus Sicherheitsgründen evakuierte die Feuerwehr daraufhin mehrere Etagen des Wohnkomplexes, um die betroffenen Personen und weitere Bewohner zu schützen.
Drei Menschen wurden im Einsatzverlauf mit Atemwegsreizungen und Augenbrennen ins Krankenhaus gebracht. Details zu deren Gesundheitszustand liegen bislang nicht vor. Die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner durften nach Abschluss der Maßnahmen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Insgesamt waren etwa 50 Einsatzkräfte mit vier Löschzügen vor Ort. Zur Klärung der Gefahrstofflage wurde eine Luftprobe entnommen und für eine Analyse an die Feuerwehr Köln übergeben. Ziel war eine Identifikation des Stoffes, der die Beschwerden ausgelöst haben könnte. Die Polizei machte hierzu keine Angaben.
Wohnung versiegelt – Ursache unklar
Wie die Feuerwehr am frühen Abend mitteilte, ist der Einsatz mittlerweile beendet. Eine konkrete Ursache für die gesundheitlichen Beschwerden der Bewohnerinnen und Bewohner konnte bislang nicht festgestellt werden. Die betroffene Wohnung, aus der der Geruch offenbar stammte, wurde zur weiteren Überprüfung von den Behörden versiegelt. In einer ersten Stellungnahme betonte die Feuerwehr, dass nach ihren Ermittlungen keine weitere Gefahr für die Bewohnerschaft bestehe.
Nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen bleibt weiterhin offen, welcher Stoff zu den Reizungen geführt hat. Die Auswertung der Luftproben ist noch nicht abgeschlossen.









