Rhein-Erft-Kreis – Die Rheinische Redaktionsgemeinschaft beendet am heutigen 30. September ihre Arbeit. Für Erftkreis News ist das Anlass, den Kolleginnen und Kollegen Danke zu sagen. Seit unserer Gründung 2015 begegneten wir uns bei unzähligen Terminen: an Einsatzstellen, in Ratssälen, bei Demonstrationen und Veranstaltungen. In diesen elf Jahren entstand eine Verbundenheit, die über die tägliche Arbeit hinausging.
Aus Begegnungen wurde Vertrauen
Wer im Rhein-Erft-Kreis Nachrichten macht, trifft sich immer wieder. Manchmal blieb nur Zeit für eine kurze Begrüßung. Manchmal standen wir nachts mehrere Stunden gemeinsam am Absperrband und warteten auf belastbare Informationen.
Natürlich waren wir Wettbewerber. Jeder wollte die entscheidende Information, ein gutes Bild und die beste Geschichte. Trotzdem halfen wir einander, tauschten Informationen aus und hielten zusammen, wenn es darauf ankam. Es ging nicht darum, sich mit Ellenbogen durchzusetzen.
Mit den Jahren wuchs ein Vertrauen, das weit über den journalistischen Austausch hinausging. Zwischen zwei O-Tönen und während der gemeinsamen Wartezeiten entstanden persönliche Gespräche – über die Familie, den Alltag und das, was uns gerade beschäftigte. Wir lachten miteinander, teilten unseren Ärger und hörten einander zu. Irgendwann kannte man nicht mehr nur den Kollegen und sein Medium, sondern auch den Menschen dahinter.
Diese über Jahre gewachsene Verbundenheit lässt sich in keinem Organigramm und keiner neuen Redaktionsstruktur abbilden.
Ortskenntnis entsteht über Jahre
Hinter der RRG stehen Journalistinnen und Journalisten, die den Rhein-Erft-Kreis teilweise seit Jahrzehnten begleiten. Sie kennen die Städte, ihre Menschen und die Vorgeschichte vieler aktueller Debatten. Sie wissen, welche Fragen offenblieben und welche Ankündigungen schon einmal gemacht wurden.
Diese Erfahrung gehört zum Fundament des Lokaljournalismus. Sie hilft, Aussagen einzuordnen, Widersprüche zu erkennen und im richtigen Moment nachzufragen. Auch das Vertrauen von Gesprächspartnern entsteht durch langjährige Arbeit vor Ort.
Redaktionen und Arbeitsabläufe verändern sich. Die über Jahre gewachsenen Kenntnisse und persönlichen Kontakte bleiben dabei von Bedeutung – unabhängig davon, wie die Berichterstattung künftig organisiert wird.
Danke für die gemeinsame Zeit
Wie es für die einzelnen Kolleginnen und Kollegen weitergeht und bei welchen Terminen wir uns wiedersehen, können wir heute nicht sagen. Deshalb ist dies kein endgültiger Abschied, sondern ein persönliches Dankeschön unserer Redaktion.
Danke für das Vertrauen, die gegenseitige Unterstützung und den fairen Wettbewerb. Danke für die offenen Gespräche – über unsere Arbeit und über das Leben daneben.
Und danke für die gemeinsamen Stunden irgendwo im Rhein-Erft-Kreis. Besonders für jene Nächte, in denen wir um drei Uhr vermutlich alle lieber im Bett gelegen hätten und trotzdem zusammen auf die nächste Auskunft warteten.
Wir hoffen, dass die Kollegialität und die persönlichen Verbindungen bestehen bleiben. Vielleicht sehen wir uns schon beim nächsten Einsatz wieder.
Die Redaktion von Erftkreis News












