Sankt Augustin/ Siegburg. Ein 45 Jahre alter Mann wurde am 8. Juli 2026 aus Italien nach Deutschland ausgeliefert. Er steht im Verdacht, am 28. November 2019 einen bewaffneten Raub auf eine Postagentur in Sankt Augustin-Menden begangen zu haben.
Hergang des Raubüberfalls im November 2019
Am Nachmittag des 28. November 2019 betrat ein maskierter Täter gegen 16:50 Uhr eine Postagentur an der Burgstraße. Mit vorgehaltener Schusswaffe zwang er die anwesenden Mitarbeiterinnen, sich in einen Nebenraum zu begeben. Anschließend entnahm er Bargeld in Höhe von rund 6.000 Euro aus der Kasse und flüchtete zu Fuß in Richtung Siegstraße. Eine Zeugin beobachtete, wie der Mann in einem nahegelegenen Gebäude verschwand.
Ermittlungen und Fahndung
Die sofort eingeleiteten Ermittlungen führten zu der Wohnung des Tatverdächtigen in dem beobachteten Gebäude. Bei der Durchsuchung wurden Beweismittel, darunter eine Pistole, sichergestellt, die den damaligen Bewohner mit der Tat in Verbindung brachten. Trotz umfangreicher bundesweiter Fahndungsmaßnahmen blieb der 45-Jährige zunächst unauffindbar und tauchte unter.
Internationaler Fahndungserfolg und Auslieferung
Im Jahr 2025 ergab ein internationaler Spurenabgleich eine Übereinstimmung zwischen den 2019 sichergestellten Beweismitteln und Spuren eines aktuellen Tatorts in Italien. Daraufhin wurde ein Europäischer Haftbefehl erlassen. Die italienischen Behörden nahmen den Tatverdächtigen im Juni 2026 fest und bewilligten seine Auslieferung.
Am 8. Juli 2026 reisten Fahnder des Kriminalkommissariats 4 aus Siegburg nach Italien, um den Beschuldigten zu übernehmen. Nach dem Rückflug nach Frankfurt wurde der Mann am 9. Juli einem Ermittlungsrichter in Bonn vorgeführt, der den Haftbefehl verkündete.













