Hennef. Bei einer Durchsuchung der Wohnung eines 64-jährigen Mannes in Hennef fanden Ermittler umfangreiche Drogenmengen und Waffen. Der Verdacht richtet sich auf unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.
Durchsuchung nach Rauschgiftverdacht
Die Ermittlungen begannen mit dem Verdacht, dass der Mann mehrfach Kokain gekauft haben soll. Aufgrund der Menge vermuteten die Behörden, dass er selbst mit Drogen handelte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Gericht einen Durchsuchungsbeschluss, der am 17. September 2026 vollstreckt wurde.
Fund von Drogen und Waffen
Die Polizei des Kriminalkommissariats 3 setzte bei der Wohnungsdurchsuchung einen Rauschgiftspürhund ein. Sie entdeckten mehrere Gramm Kokain, Heroin, Amphetamin, verschreibungspflichtige Medikamente sowie eine größere Menge Marihuana. Zudem wurde ein verbotenes Butterflymesser gefunden. Ein Teil der Betäubungsmittel lag in den Waffenschränken des Mannes.
Beschlagnahme von Schusswaffen
Da der 64-Jährige legal Schusswaffen besaß, wurde die Waffenbehörde des Rhein-Sieg-Kreises hinzugezogen. In Absprache mit ihr beschlagnahmten die Beamten neun Langwaffen und zwei Kurzwaffen. Der Verdächtige wurde vorläufig festgenommen und zur Wache gebracht, konnte diese jedoch auf Anordnung der Staatsanwaltschaft nach Abschluss der Maßnahmen wieder verlassen.
Ermittlungsstand und weitere Maßnahmen
Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln dauern an. Die Nähe der Drogen zu den Waffen könnte das Strafmaß erhöhen. Die Waffenbehörde prüft zudem mögliche Konsequenzen für die waffenrechtliche Erlaubnis des Mannes. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel ist noch nicht abgeschlossen.












