Köln-Bilderstöckchen – Eine zehn Zentner schwere Weltkriegsbombe ist am Freitag, 27. März 2026, in Köln-Bilderstöckchen erfolgreich entschärft worden. Die Evakuierung von rund 220 Anwohnerinnen und Anwohnern wurde beendet, die Sperrungen im Gefahrenbereich werden schrittweise aufgehoben. Die KVB-Buslinie 121 fährt wieder ohne Einschränkungen.
Fund und Evakuierung
Bei Sondierungsarbeiten auf einem Privatgrundstück an der Robert-Perthel-Straße wurde die englische Zehn-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf legte den Gefahrenradius auf 300 Meter fest. Rund 220 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Eine Anlaufstelle für Evakuierte wurde in der barrierefreien Mensa des Dreikönigsgymnasiums eingerichtet. Von den Betroffenen nahm lediglich eine Person das Angebot wahr, Krankentransporte waren nicht erforderlich.
Die Entschärfung erfolgte am Nachmittag durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland. Anschließend wurde die Bombe abtransportiert. Das Ordnungsamt der Stadt Köln war mit 35 Kräften vor Ort, die Feuerwehr mit zwei, Hilfsorganisationen mit elf, die Polizei mit acht und die KVB mit zwei Einsatzkräften. Die Einsatzleitung befand sich am Dreikönigsgymnasium.
Verkehr und Sperrungen
Die Robert-Perthel-Straße, Äußere Kanalstraße, Am Bilderstöckchen und Teile der Longericher Straße waren während der Maßnahmen gesperrt. Die Sperrungen werden nun aufgehoben, die KVB-Buslinie 121 fährt wieder regulär. Die Autobahn 57 war nicht betroffen und blieb durchgängig befahrbar. Die Stadt Köln empfiehlt, sich weiterhin über aktuelle Verkehrsinformationen auf der städtischen Website sowie bei Radio Köln, WDR und den Kölner Verkehrs-Betrieben zu informieren.
Die Entschärfung der Bombe in Köln-Bilderstöckchen zeigt erneut, wie häufig noch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg bei Bauarbeiten gefunden werden. Die Stadtverwaltung betont die Bedeutung der schnellen und koordinierten Zusammenarbeit von Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Kampfmittelbeseitigungsdienst, um Gefahren für die Bevölkerung zu minimieren. Weitere Informationen und Materialien zur Bombenentschärfung stellt die Stadt Köln über ihre Mediathek bereit.











