Köln/Bonn – Mehrere Drohnensichtungen haben am Mittwoch, 12. August 2026, den Flugbetrieb am Flughafen Köln/Bonn beeinträchtigt und umfangreiche Maßnahmen der Bundespolizei ausgelöst. Mittags waren für rund 30 Minuten keine Landungen möglich, am Abend wurde der Flugverkehr für 17 Minuten vollständig eingestellt im Zuge des Einsatzes wurde ein Drohnenpilot festgestellt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die erste Drohnensichtung wurde der Bundespolizei nach eigenen Angaben gegen 10.53 Uhr durch die Bundeswehr mitgeteilt. Bis 13.45 Uhr folgten weitere Sichtkontakte im Bereich des Flughafens. Die Bundespolizei leitete daraufhin Aufklärungs- und Einsatzmaßnahmen ein, die durch die Landespolizei unterstützt wurden.
Nach Angaben des Flughafens informierte die Deutsche Flugsicherung (DFS) ihn am Mittwochmittag über den Verdacht einer Drohnensichtung und die damit verbundene Einschränkung des Flugbetriebs. Rund 30 Minuten lang waren keine Landungen möglich, Starts konnten weiterhin stattfinden.
Zwei ankommende Flüge wurden nach Angaben des Flughafens umgeleitet. Anschließend wurde der Flugbetrieb zunächst wieder vollständig freigegeben.
Mehrere Drohnen am Abend detektiert
Am Abend entwickelte sich eine weitere Einsatzlage. Gegen 19.42 Uhr erhielt die Bundespolizei nach eigenen Angaben erneut eine Meldung über eine Drohnensichtung beziehungsweise -detektion im Bereich der Bundeswehrliegenschaft am Flughafen.
Das dort eingesetzte Detektionssystem registrierte im weiteren Verlauf zeitweise mehrere Drohnen. Aufgrund dieser Lage wurde der Flugverkehr zwischen 20.21 Uhr und 20.38 Uhr vollständig eingestellt.
Anschließend konnte der Betrieb zunächst eingeschränkt wieder aufgenommen werden. Ab 20.53 Uhr waren die Start- und Landebahnen nach Angaben der Bundespolizei wieder vollständig freigegeben.
Drohnenpilot im Flughafenumfeld festgestellt
Im Rahmen der von der Bundespolizei geführten Maßnahmen wurde im Umfeld des Flughafens ein Drohnenpilot festgestellt. Die Landespolizei unterstützte die Einsatzmaßnahmen.
Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand konnte eine Verbindung zwischen der von dem festgestellten Piloten betriebenen Drohne und einer der zuvor detektierten Drohnen hergestellt werden. Die Bundespolizei leitete daraufhin ein anlassbezogenes Ermittlungsverfahren ein.
Ob der Drohnenpilot auch für weitere Sichtungen im Laufe des Tages verantwortlich war, ist bislang ungeklärt und Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Zu drei Luftfahrzeugen, die ihren Landeanflug abgebrochen beziehungsweise abgedreht haben sollen, liegen der Bundespolizei nach eigenen Angaben keine belastbaren Erkenntnisse vor. Der Flughafen bestätigte für die Einschränkungen am Mittag zwei umgeleitete Ankünfte.
Weitere Drohnensichtungen am späten Abend
Auch nach der zwischenzeitlichen Freigabe des Flugbetriebs wurden weitere Drohnen gemeldet. Gegen 22.20 Uhr ging bei der Bundespolizei erneut eine entsprechende Meldung aus dem Bereich des Flughafens ein. Weitere Sichtungen folgten gegen 23.03 Uhr und 23.22 Uhr.
Die Bundespolizei leitete erneut Fahndungsmaßnahmen ein. Für diese späteren Sichtungen konnte jedoch kein verantwortlicher Drohnenpilot festgestellt werden. Auswirkungen auf den Flugbetrieb hatten diese Meldungen nicht.
Gegen 0.22 Uhr beendete die Bundespolizei ihre Maßnahmen. Ob sämtliche Sichtungen und Detektionen vom Mittwoch auf dieselbe Drohne beziehungsweise dieselben Drohnen zurückzuführen sind, kann nach Angaben der Bundespolizei derzeit nicht abschließend festgestellt werden.
Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.











