Bonn. Die Polizei in Bonn registrierte in den vergangenen Tagen eine Zunahme von Anzeigen wegen Telefonbetrugs im gesamten Zuständigkeitsbereich. Nach aktuellem Ermittlungsstand kam es in keinem Fall zu einem vollendeten Betrug, da die Angerufenen richtig reagierten.
Schockanrufe bei Senioren
Am 12. März 2026 gegen 16:50 Uhr erhielt eine 88-Jährige aus Bad Honnef-Aegidienberg einen Anruf eines falschen Polizeibeamten, der von einem vermeintlichen Unfalltod ihrer Tochter berichtete. Die Seniorin beendete das Gespräch und informierte die Polizei.
Ebenfalls am Nachmittag wurde eine 94-jährige Frau aus Bonn-Auerberg telefonisch von einem falschen Polizeibeamten wegen eines angeblichen Unfallgeschehens eines Familienmitglieds kontaktiert. Auch sie beendete das Gespräch ohne Schaden.
Gegen 13:20 Uhr gab sich ein Anrufer als Kriminalbeamter aus und befragte eine 87-Jährige aus Bonn-Rüngsdorf zu Wertgegenständen und Vermögen. Die bekannte Masche mit angeblich festgenommenen Einbrechern, bei denen ein Zettel mit der Adresse der Angerufenen gefunden worden sei, wurde ebenfalls genannt. Die Frau reagierte misstrauisch, wodurch kein Schaden entstand.
Ermittlungen und Prävention
Das Kriminalkommissariat 24 führt die Ermittlungen zu den aktuellen Fällen weiter. Die Polizei Bonn weist darauf hin, dass die Bevölkerung zunehmend besser über diese Betrugsmaschen informiert ist, was zu einer höheren Abwehrquote führt.












