Bonn – Seit Montagabend sind deutsche Spezialkräfte des EU-Waldbrandmoduls im Naturschutzgebiet Deliblatska Pescara in Serbien im Einsatz. Die rund 30.000 Hektar große Fläche wird von mehreren Brandherden betroffen, die die Einsatzkräfte im Tag- und Nachtschichtbetrieb bekämpfen.
Umfangreicher Einsatz im schwierigen Gelände
Das Gelände zeichnet sich durch sandige Böden und dichte Vegetation aus, was den Einsatz erschwert. Die geländegängigen Lösch- und Führungsfahrzeuge sind entscheidend, um die Einsatzstellen zu erreichen. Die Brandbekämpfungsteams legen zudem größere Strecken zu Fuß zurück, um Brandschneisen zu verteidigen, Nachlöscharbeiten durchzuführen und kritische Objekte zu schützen.
Zusammenarbeit mit serbischen Kräften
Die deutschen Einsatzkräfte arbeiten eng mit den serbischen Feuerwehrteams zusammen. Diese koordinieren die Brandbekämpfung vor Ort und stellen Löschwasser mit eigenen Fahrzeugen bereit. Das Wasser wird anschließend mit Unterstützung der deutschen Einheit über lange Schlauchleitungen zu den Einsatzstellen gefördert.
Fachliche Unterstützung und Logistik
Sechs Spezialisten der Hilfsorganisation @fire bringen ihr Know-how in Vegetationsbrandbekämpfung, Wetterbeobachtung und taktischer Einsatzführung ein. Die Führung des Moduls arbeitet im Zweischichtsystem, um eine kontinuierliche Lageübersicht und Logistik sicherzustellen. Im Einsatzcamp sind Duschmöglichkeiten und die Reinigung der Einsatzbekleidung eingerichtet.
Versorgung und medizinische Betreuung
Die Verpflegung der Einsatzkräfte umfasst zwei warme Mahlzeiten täglich sowie kalte Zwischenmahlzeiten, organisiert von vier Kräften der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Die medizinische Versorgung erfolgt durch Notfallsanitäter in den Teams und einen rückwärtigen Rettungswagen. Bisher gab es nur leichte Verletzungen, die vor Ort behandelt werden konnten.
Ausblick und Bedeutung
Der Einsatz unterstreicht die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit bei Waldbränden in Europa. Die deutsche Einheit unterstützt Serbien mit spezialisierten Kräften und Ausrüstung, um die Ausbreitung der Brände in einem ökologisch sensiblen Gebiet zu begrenzen. Die Maßnahmen tragen dazu bei, Schäden an Flora und Fauna zu minimieren und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Weitere Berichte über Einsätze und Umweltschutz im Erftkreis finden Sie in unserer Rubrik Natur und Umwelt.










