Rhein-Erft-Kreis/Euskirchen – Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf Amtsdelikte durchsuchten am Mittwochmorgen (6. Mai 2026) rund 210 Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Bonn insgesamt acht Wohnungen in mehreren Kreisen sowie Bereiche der Justizvollzugsanstalt (JVA) Euskirchen und ein Büro im Amtsgericht Euskirchen.
Ermittlungen gegen Justizvollzugsbeamte und Inhaftierte
Die Ermittlungen richten sich gegen sieben männliche Justizvollzugsbeamte der JVA Euskirchen im Alter von 37 bis 58 Jahren sowie eine Justizvollzugsbeamtin (39). Zudem stehen drei ehemals in der JVA inhaftierte Männer im Alter von 30, 35 und 49 Jahren im Fokus der Ermittlungen.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, gegen Zahlungen oder vergleichbare Vorteile verschiedene Erleichterungen im Vollzug gewährt zu haben. Dazu zählen unter anderem Ausgang, Hafturlaube und Informationen über bevorstehende Kontrollen.
Durchsuchungen und Sicherstellung von Beweismitteln
Die Durchsuchungen erfolgten auf richterlichen Beschluss in den Kreisen Euskirchen, Ahrweiler, Rhein-Erft-Kreis und in Leverkusen. Ziel war die Sicherstellung von Mobiltelefonen, Schriftstücken und weiteren Beweismitteln. Die Beschuldigten wurden zum Polizeipräsidium Bonn gebracht, um erkennungsdienstlich behandelt und vernommen zu werden.
Fortlaufende Maßnahmen und Ermittlungsstand
Die Einsatzmaßnahmen und Ermittlungen dauern weiterhin an. Die Polizei Bonn und die Staatsanwaltschaft Bonn führen die Ermittlungen gemeinsam durch. Weitere Details wurden bislang nicht veröffentlicht.
Für Rückfragen steht die Pressestelle der Polizei Bonn zur Verfügung.
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