Köln-Deutz – Am 6. August 2026 wurde eine amerikanische Fünf-Zentner-Weltkriegsbombe im Rhein bei Köln-Deutz entdeckt und am selben Tag erfolgreich entschärft. Die Entschärfung erfolgte durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf unter Begleitung des Kölner Ordnungsamtes. Die Maßnahme führte zu umfangreichen Sperrungen und Evakuierungen im Umkreis von 400 Metern.
Die Bombe wurde im Zusammenhang mit dem niedrigen Pegelstand des Rheins am Rheinpark in Köln-Deutz gefunden. Aufgrund des festgelegten Gefahrenradius von 400 Metern mussten rund 360 Personen ihre Wohnungen verlassen. Die meisten Betroffenen waren Bewohnerinnen und Bewohner des Vincenz-Hauses am Konrad-Adenauer-Ufer, die innerhalb des Gebäudekomplexes evakuiert wurden. Die Evakuierung nahm bis zu drei Stunden in Anspruch. Eine Anlaufstelle für Betroffene wurde im Marienhospital in der Innenstadt eingerichtet.
Für die Dauer der Entschärfung wurden umfangreiche Sperrungen für Fuß-, Rad- und motorisierten Verkehr eingerichtet. Rechtsrheinisch waren unter anderem der Rheinpark, der Charles-de-Gaulle-Platz sowie die Nordseite der Hohenzollernbrücke betroffen. Linksrheinisch wurden Bereiche am Konrad-Adenauer-Ufer, die Servasgasse und der Theodor-Heuss-Ring gesperrt. Die Kölner Seilbahn stellte den Betrieb eigenständig ein. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde ebenfalls zeitweise eingestellt.
Die Entschärfung der Bombe erfolgte am Abend des 6. August durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Maßnahme verlief reibungslos. Anschließend wurden die Sperrungen sukzessive aufgehoben, und die evakuierten Personen konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Vincenz-Haus, die innerhalb des Gebäudes evakuiert wurden, konnten wieder in ihre Zimmer zurückkehren.
Die Entdeckung der Bombe ist Teil einer Reihe von Funden, die durch den niedrigen Rheinpegel in den letzten Tagen ermöglicht wurden. Andere Kampfmittel im Rhein erforderten keine Entschärfung oder Evakuierung. Die Stadt Köln und der Kampfmittelbeseitigungsdienst betonen die Bedeutung der schnellen und koordinierten Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Informationen zu Sperrungen und Verkehrseinschränkungen wurden laufend über die städtischen Kanäle, den Liveticker der Stadt Köln sowie lokale Medien verbreitet.
Für weitere Informationen und aktuelle Meldungen verweist Erftkreis News auf die Berichterstattung zu Kampfmittelräumungen und Sicherheitsmaßnahmen im Rhein-Erft-Kreis und Köln.










