Köln – Der Stadtbahnverkehr in Köln kommt von Dienstag bis Donnerstag vollständig zum Erliegen. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) melden einen mehrtägigen Ausfall infolge von Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Betroffen sind unterschiedliche Unternehmensbereiche, die nacheinander zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen sind.
Drei Streiktage in unterschiedlichen Unternehmensbereichen
Am Dienstag, 17. März, ruft Verdi die Beschäftigten im Fahrdienst der KVB zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Busse und Stadtbahnen fahren deshalb von Dienstag, 3 Uhr, bis Mittwoch, 3 Uhr, nicht. Einzelne Busfahrten von Subunternehmen können stattfinden und werden in der Fahrplanauskunft angezeigt.
Am Mittwoch, 18. März, werden die Werkstätten der KVB bestreikt. Der Busverkehr soll grundsätzlich stattfinden, allerdings mit möglichen Unregelmäßigkeiten. Stadtbahnen verkehren weiterhin nicht – von Mittwoch, 3 Uhr, bis Donnerstag, 3 Uhr. Nach Angaben der KVB liegt der Grund darin, dass liegengebliebene Bahnen ohne Werkstattpersonal weder repariert noch auf Betriebshöfe abgeschleppt werden könnten. Defekte Busse könnten dagegen vom übrigen Verkehr umfahren oder von externen Unternehmen abgeschleppt werden.
Am Donnerstag, 19. März, ruft Verdi schließlich alle Beschäftigten der KVB zum ganztägigen Warnstreik auf. Busse und Stadtbahnen fahren deshalb von Donnerstag, 3 Uhr, bis Freitag, 3 Uhr, nicht. Einzelne Busfahrten von Subunternehmen können erneut stattfinden. Kundencenter und Verkaufsstelle der KVB bleiben an diesem Tag geschlossen.
Einschränkungen für Fahrgäste im gesamten Stadtgebiet
Durch die Kombination der Streikmaßnahmen kommt der Stadtbahnbetrieb in Köln über drei Tage hinweg vollständig zum Stillstand. Der Busverkehr ist am Dienstag und Donnerstag weitgehend eingestellt und am Mittwoch eingeschränkt. S-Bahnen und Regionalzüge sind von den Arbeitsniederlegungen nicht betroffen.
Tarifkonflikt im Nahverkehr dauert an
Die Warnstreiks sind Teil der laufenden Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich sowie längere Ruhezeiten zwischen den Schichten.
Seit Anfang Februar kommt es wiederholt zu Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Nahverkehr. In Köln hatten Beschäftigte der KVB zuletzt am 6. März gestreikt.
Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern ist für den 24. März angesetzt. Darüber hinaus kündigt Verdi für Donnerstag, 19. März, weitere Arbeitsniederlegungen im Nahverkehr in mehreren Bundesländern an, darunter Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg.









