Bonn-Tannenbusch. Bei einem Brand in einem siebengeschossigen Mehrfamilienhaus im Bonner Stadtteil Tannenbusch sind am Sonntagnachmittag drei Personen leicht verletzt worden. Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer, das sich an der rückwärtigen Fassade über mehrere Geschosse ausbreitete. Zahlreiche Wohnungen sind derzeit unbewohnbar.
Brandmeldung und Einsatzkräfte
Mehrere Anrufer meldeten den Brand am frühen Nachmittag bei der Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn. Die zuerst eintreffenden Kräfte stellten Flammen und Rauch über fast die gesamte Höhe der Gebäuderückseite fest. Das Wohngebäude umfasst 28 Wohneinheiten mit insgesamt 72 gemeldeten Bewohnern. Die Alarmstufe wurde auf „Brand 4“ erhöht, sieben Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten die Berufsfeuerwehr. In Spitzenzeiten waren sechs Rettungswagen und zwei Notärzte vor Ort.
Brandbekämpfung und Evakuierung
Das Feuer breitete sich bis in das fünfte Obergeschoss aus. Die Brandbekämpfung erfolgte von außen mit handgeführten Strahlrohren und einer Drehleiter sowie im Innenangriff durch Trupps, die das Gebäude kontrollierten und Bewohner in Sicherheit brachten. Ein Bus der Stadtwerke diente als vorübergehende Unterbringung für Evakuierte.
Verletzte und Schäden
Drei Personen wurden leicht verletzt, darunter zwei Kleinkinder durch Rauchgasinhalation und eine Person durch einen Sprung aus einem Obergeschoss. Alle wurden in Krankenhäuser gebracht. Eine Katze in einer Brandwohnung verstarb. Das angrenzende Gebäude wurde kontrolliert, dessen Bewohner konnten größtenteils in ihren Wohnungen verbleiben.
Einsatzdauer und Folgen
Das Feuer war gegen 15:05 Uhr unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten und Rückbau dauerten bis etwa 17:45 Uhr. Zahlreiche Wohnungen sind unbewohnbar, Bewohner wurden teils bei Angehörigen untergebracht, teils durch Sozial- und Ordnungsamt anderweitig versorgt. Der Einsatz führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Umfeld.
Unterstützende Maßnahmen und Sicherstellung
Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren beteiligt. Polizei, Ordnungsamt, Sozialamt, Stadtwerke und eine Hilfsorganisation unterstützten die Betreuung der Betroffenen. Die Freiwillige Feuerwehr besetzte zusätzlich Berufsfeuerwachen zur Sicherstellung des Grundschutzes.











