Donnerstag, 5.August.2021
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Rhein-Erft-Kreis hat den Katastrophenfall ausgerufen

Auch an Tag 1 nach dem verheerenden Unwetter mit bis zu 140 Liter pro Quadratmeter hat der Rhein-Erft-Kreis heute Mittag (15.07) den Katastrophenfall ausgerufen.

Bereits am Mittwoch (14.07) hat es den ganzen Tag geregnet, so dass in den Orten Wesseling und Brühl die Feuerwehr ab den frühen Nachmittag im Dauereinsatz war.

In Wesseling musste die hauptamtliche Feuerwehr, alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Wesseling mit Unterstützung aus dem gesamten Kreisgebiet und das THW zu über 500 Einsätzen ausrücken. Neben unzähligen vollgelaufen Kellern, kam es in den Unterführungen am Kronenweg und in der Mühlenstraße zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ein PKW-Halter meinte, trotz Absperrung in die Unterführung am Kronenweg zu fahren und blieb mit seinem Fahrzeug stecken.

Die Situation spitzte sich so stark zu, dass am Wesselinger Dreifaltigkeits-Krankenhaus die Feuerwehr und das THW die Stromversorgung sicherstellen mussten, weil Wasser in den Keller gelaufen war. Die Aufnahme von Patienten musste vorübergehend eingestellt werden und die Bevölkerung wurde aufgefordert, in umliegende Krankenhäuser zu gehen.

Seit 19 Uhr fuhr die Linie 16 die Haltestelle Wesseling-Mitte nicht mehr an. Die Bürgerinnen und Bürger wurden gebeten, an Wesseling-Nord, Wesseling-Süd oder in Urfeld auszusteigen, da die Fußgängerunterführung in Wesseling-Mitte mit Wasser voll gelaufen war.

Die Stadt und Johanniter haben in der Kronenbuschhalle eine Notunterkunft für Menschen eingerichtet, die nicht in ihren Häusern und Wohnungen bleiben konnten. Das Jugendamt war vor Ort, für den Fall, dass Familien mit ihren Kindern unter den Betroffenen sind und weitere Unterstützung benötigten.

In der Nacht zu Donnerstag (15.07.) war die Polizei Rhein-Erft nahezu im Dauereinsatz. Die Leitstelle nahm zahlreiche Notrufe entgegen. Vor allem Überflutungen und umgestürzte Bäume sperrten zahlreiche Straßen.

In Erftstadt errichteten Beamte zwischen 3.45 Uhr und 5 Uhr eine Sperrung auf Teilen der Bundesstraße (B) 265. Dort stand auf der A1 zwischen der Anschlussstelle Erftstadt und der Abfahrt Blessem Wasser auf der Straße, das die Feuerwehr aus einem Gebäude abpumpte. Auch die Merowinger Straße sowie die Herriger Straße waren wegen Überflutung nicht mehr befahrbar.

In einer Bankfiliale an der Gustav-Heinemann-Straße in Liblar lösten die Wassermassen einen Alarm aus. In Liblar brachten Mitarbeiter die Bewohner einer städtischen Unterkunft, wegen des dort vorherrschenden Hochwassers, vorübergehend in die Realschule an der Jahnstraße.

In Brühl unterstützte die Polizei einen Feuerwehreinsatz in der Gießler-Galerie. Hier waren die Wassermengen in das Gebäude gedrungen.

In Wesseling wurde ein Autofahrer (19) an einem Sperrpunkt am Kronenweg leicht verletzt. Ein weiterer Autofahrer fuhr bei einem Wendemanöver auf das Fahrzeug des 19-Jährigen auf. Rettungskräfte brachten den Leichtverletzten in ein Krankenhaus.

Im Laufe des Tages wurde die BAB 61 vor der Anschussstelle Gymnich gesperrt, da die Erft drohte, diese zu überfluten

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