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Mo: 6. 2. 2023
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Protest gegen Kohleimporte aus Russland – Greenpeace

(Hamburg) – Im Hamburger Hafen demonstrierten am Nachmittag 20 Greenpeace-Aktivisten in sechs Schlauchbooten für den Frieden – und protestieren gegen die deutschen Milliardengeschäfte mit Russland für Kohle, Öl und Gas. 

An die Bordwand des mit gut 100.000 Tonnen russischer Steinkohle beladenen Frachters „Grant T“ haben die Umweltschützenden von Schlauchbooten aus in zwei Meter großen Lettern die Botschaften „No Coal” und „No War“ gemalt.  „Es kann nicht sein, dass Deutschland ungerührt weiter für Milliarden Euro Kohle aus Russland kauft, während zur gleichen Zeit in der Ukraine Menschen bei Putins Krieg sterben“, sagt Karsten Smid, Greenpeace-Experte für Energie. „Falls in einer galoppierenden Klimakrise noch irgendwer einen Grund für einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energien braucht, dann liefert Putins Angriffskrieg einen nachdrücklichen.“ Die Forderung der Aktivist:innen ist klar: Kein Geld für Kriegstreiber!

Mehr als 2,2 Milliarden Euro für russische Kohleimporte

Die deutsche Abhängigkeit von russischem Gas und russischer Kohle ist keinesfalls schicksalhaft und alternativlos: Sie ist auch eine Folge der ausgebremsten Energiewende in Deutschland. Doch die Realität sieht nach wie vor so aus: Gut 20 Millionen Tonnen Steinkohle im Wert von 2,2 Milliarden Euro hat Deutschland alleine im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt aus Russland importiert. Hinzu kommen weitere 470 Millionen Euro für Koks, Steinkohlenteer und andere Kohleprodukte. Mit rund der Hälfte der deutschen Kohleimporte ist Russland der mit Abstand größte Lieferant für Deutschland.

Nicht nur aufgrund der veränderten Weltlage kann es so nicht weitergehen: Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, alles zu tun, um die Abhängigkeit Deutschlands und Europas von fossilen Energien so schnell wie möglich zu beenden. „Kohle, Öl und Gas verursachen Kriege, verstärken Konflikte und treiben uns tiefer in die Klimakrise“, so Smid. „Je schneller wir uns von fossilen Energien verabschieden, um so höher die Chancen auf eine sichere Zukunft für alle Menschen.“

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